Plattformen mit Aussicht und Einblicken

Die Region Großes Meer ist flach, die höchste Erhebung ist der Deich am Ems-Jade-Kanal. Von dort hat man eine gute Aussicht beispielsweise auf die Flächen südlich der Hieve, die ein wichtiger Lebensraum für Brut- und Rastvögel sind. Die Meere selbst kann man von dort allerdings nicht sehen.

Da der 3-Meere-Weg überwiegend in einigem Abstand zu den Ufern verläuft, hat man nur an wenigen Stellen den direkten Blick auf das Wasser. Aussichtsplattformen sind daher ein wichtiger Beitrag zum Naturerlebniskonzept. Schaut man von oben auf die Landschaft, dann kann man neue Ausblicke auf und Einblicke in die Natur gewinnen. Rund um das Große Meer sind entsprechend mehrere Plattformen unterschiedlicher Größe vorgesehen:

  • Am Schilfweg gab es bereits vier kleine Aussichtsplattformen mit relativ geringer Höhe. Auf diesen Plattformen waren große, inzwischen stark verblichene Informationstafeln angebracht, die zudem Kindern die Sicht auf das Große Meer und die Röhrichte versperrten. Um die Aussicht zu verbessern, werden im September 2009 zwei der Plattformen durch ca. 1,5 m höhere Neubauten ersetzt. Eine Plattform bleibt unverändert erhalten und eine wird zurückgebaut. Die großen Tafeln werden entfernt, die Informationen an anderer Stelle verwendet.
  • Eine größere Aussichtsplattform ist südöstlich des Großen Meeres geplant. Sie soll etwas außerhalb von Forlitz-Blaukirchen am Woldenweg entstehen und wird Ausblicke auf den Südteil des Großen Meeres, auf das verlandete Herrenmeeder Meer und in das Grünland am Hiwkeschloot gewähren, das ebenfalls ein wichtiger Vogellebensraum ist. Auch diese Plattform wird noch 2009 errichtet.
  • Eine ähnlich große Plattform ist westlich des Großen Meeres vorgesehen. Nach Möglichkeit soll sie Ausblicke auf mindestens zwei der drei Meere und auf das Marscher Tief bieten. Über mögliche Standorte für diese Aussichtsplattform wurde lange diskutiert. Erst 2009 wurde mit dem Gelände der ehemaligen Kläranlage Bedekaspeler Marsch ein geeigneter, für alle Beteiligten akzeptabler Standort gefunden. Die Plattform soll bis 2011 errichtet werden.

Alle Plattformen sollen auch als Umweltbildungsstationen genutzt werden. Sie sollen nicht nur Blicke aus der "Vogelperspektive" ermöglichen, sondern zusätzlich über die Region informieren, über ihre Bedeutung, ihre Probleme und die Lösungsmöglichkeiten.

Für die Realisierung der Plattformen östlich des Großen Meeres stehen Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Natur erlebens sowie der nachhaltigen Entwicklung in Modellregionen insbesondere im Zusammenhang mit Natura 2000 zur Verfügung. Für die Plattform westlich des Großen Meeres werden ebenfalls entsprechende Fördermittel beantragt.

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